Bitcoin
Symbol BTC, ₿ (Unicode-Codepoint U+20BF seit Version 10.0.0)
oder XBT (ISO 4217)
Gründer Satoshi Nakamoto (Pseud.)
Programmiersprache C++CPython
Anfangsdatum 3. Januar 2009
White paper „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“
vom 1. Oktober 2008
Umlaufversorgung 19.791.821 (Stand: 5. Dezember 2024)
Maximale Versorgung 20.999.999,97690000
Blockchain 620,57 GB (Stand: 5. Dezember 2024)
Mining: SHA-256
Website: www.bitcoin.org
Googlesuche: Bitcoin

Bitcoin ist die erste und weltweit am Markt stärkste Kryptowährung. Sie nutzt ein dezentrales Buchungssystem auf Basis einer Blockchain. Zahlungen werden kryptographisch legitimiert (digitale Signatur) und über ein Rechnernetz gleichberechtigter Computer (Peer-to-Peer) abgewickelt. Anders als im klassischen Bankensystem üblich entspricht eine Transaktion mit Bitcoin dem Settlement zwischen den Beteiligten. Eigentumsnachweise an Bitcoin werden öffentlich in der Bitcoin-Blockchain durch die Transaktionshistorie dokumentiert. Der Transaktionszugriff auf Bitcoins ist durch den privaten Schlüssel, der in einer Wallet, ungleich einer digitalen Brieftasche, gespeichert wird. Der Kurs eines Bitcoin zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln (Fiatgeld) folgt dem Grundsatz der Preisbildung am Devisenmarkt; der Wert des Bitcoins wird durch sein Wechselverhältnis zu anderen, von Zentralbanken herausgegebenen Währungen bestimmt. Das Konzept für Bitcoin wurde im November 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht und der erste Block wurde im Januar 2009 erstellt.

Allgemeines

Das Bitcoin-Zahlungssystem wurde von Satoshi Nakamoto nach eigenen Angaben im Jahr 2007 erfunden. Ob es nur das Pseudonym eines Einzelnen oder das einer Gruppe war, ist nicht bekannt. Fest steht aber, es wurde im November 2008 in einer Veröffentlichung – dem sogenannten Whitepaper – erstmals beschrieben und im Januar 2009 mit einer Open-Source-Referenzsoftware veröffentlicht. Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, der Blockchain, in der alle jemals durchgeführten Transaktionen nachprüfbar aufgezeichnet sind. Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass gültige Transaktionen mit Bitcoins – ohne Ausnahme – nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und dieselben Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können (eng: no double spending).

Anders als bei der Ausgabe neuer Banknoten durch eine Zentralbank werden neue Bitcoin-Einheiten durch die computerbasierte Lösung kryptographischer Aufgaben geschaffen, genannt Mining (deutsch: Schürfen). Die Maximalmenge ist auf 21 Millionen Bitcoins beschränkt.

Geschichte und Kursentwicklung

Das Konzept von Bitcoin wurde 2008 in einem White Paper von Satoshi Nakamoto auf einer Mailingliste über Kryptographie vorgeschlagen. Bisher wurde nicht bekannt, ob es sich bei Satoshi Nakamoto um den Namen einer real existierenden Person, ein Pseudonym oder ein Sammelpseudonym für eine Gruppe von Personen handelt. Bitcoin ist der erste erfolgreiche Versuch, digitales Geld ohne zentrale Kontrollinstanz zu etablieren. Seit den 90er Jahren wird im Umfeld der Cypherpunk-Bewegung versucht, mithilfe kryptographischer Verfahren ein digitales Äquivalent zu Bargeld zu schaffen. Nachdem verschiedene zentral organisierte Versuche – etwa eCash von David Chaum – gescheitert waren, dachten einige wenige Cypherpunks in den späten 1990er Jahren über Methoden nach, um ein digitales Transaktionssystem zu schaffen, das ohne eine zentrale Autorität funktioniert. Hal Finneys Reusable Proof of Work, Wei Dais b-money und Nick Szabos bit gold waren wichtige Vorläufer von Bitcoin, auch wenn sie niemals über den Zustand einer theoretischen Skizze hinauskamen.

Mit dem Bitcoin-Whitepaper präsentierte Satoshi die erste vollständig ausformulierte Methode, um ein rein dezentrales Transaktionssystem für ein digitales Bargeld zu erzeugen. In einem Forum schreibt er: 

Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich. [...] Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.

– Satoshi Nakamoto