Deutsche Börse AG | |
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Rechtsform | Aktiengesellschaft |
ISIN | DE0005810055 |
Gründung | 1992[1] |
Sitz | Frankfurt am Main, ![]() |
Leitung |
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Mitarbeiterzahl | 11.656 (Ø 2023)[3] |
Umsatz | 5,076 Mrd. Euro (2023)[3] |
Branche | Börsen |
Website | deutsche-boerse.com |
Stand: 1. Oktober 2024 |
Die Deutsche Börse AG ist eine deutsche
Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Kerngeschäft ist die Entwicklung und der Betrieb von Handelsplattformen, Teilnehmernetzwerken und Abwicklungssystemen für Börsen. Sie ist zudem Träger der öffentlich-rechtlichen Frankfurter Wertpapierbörse, Herausgeberin der DAX-Indexfamilie sowie zahlreicher weiterer Aktienindizes, und mit ihren eigenen Aktien selbst im DAX gelistet.
Unternehmensprofil
Die Gruppe Deutsche Börse beschäftigte Ende 2024 weltweit über 15.000 Mitarbeiter an über 60 Standorten mit über 125 unterschiedlichen Nationalitäten.[8] Sie betreibt die Handelsplätze Xetra und Börse Frankfurt im Kassamarkt-Geschäftsbereich Deutsche Börse Cash Market[9] und mit Eurex eine der größten Terminbörsen der Welt.[10] Außerdem ist das Unternehmen seit 2002 Alleineigentümer des internationalen Wertpapierabwicklers Clearstream zur Abwicklung, Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren.
Die Entwicklung und Bereitstellung technischer Dienste wie Softwareentwicklung, Bereitstellung und Betrieb von Computern und Netzwerken, Bereitstellung und Betrieb des Teilnehmernetzwerks übernimmt die Deutsche Börse IT.
Im Segment Market Data + Services stellt die Deutsche Börse Wertpapierkurse in Echtzeit sowie Informationsprodukte wie Aktienindizes und Referenzdaten (Stamm- und Termindaten zu Wertpapieren) zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2012 wurden an der Börse Frankfurt über 990.000 Finanzinstrumente gehandelt.
Die Market News International Inc. (MNI), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutsche Börse, übernahm im November 2009 den US-Finanznachrichtendienst Need to Know News.[11][12] MNI wurde im Juli 2016 von der Deutsche Börse AG an Hale Global veräußert.[13]
Im Juli 2015 kaufte die Deutsche Börse die Devisenplattform 360T für 725 Millionen Euro[14] und erwarb außerdem von der SIX Group deren Anteile (49,9 %) an dem Gemeinschaftsunternehmen STOXX AG für einen Kaufpreis von CHF 650 Mio.[15]
2019 übernahm die Deutsche Börse gemeinsam mit dem Finanzunternehmen General Atlantic den US-amerikanischen Softwareanbieter Axioma und führte dieses Unternehmen mit den Indexanbietern DAX und Stoxx zusammen zu der neuen Tochtergesellschaft Qontigo.[16][17]
Die Deutsche Börse ist Gründungsmitlgied des „Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland“. Das Bündnis versucht finanzielle Bildung in den Schulen zu verankern, die Deutsche Börse ist im Vorstand vertreten und würde von einer besseren finanziellen Bildung profitieren.[18][19][20][21]
Ende Februar 2021 hat die Deutsche Börse den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Institutional Shareholder Services Inc. (ISS), einem Anbieter von Governance-Lösungen, ESG-Daten und Analytik, erfolgreich abgeschlossen.
Am 27. April 2023 machte die Deutsche Börse ihre Absicht öffentlich, die dänische SimCorp A/S zu übernehmen, einen weltweit agierenden Anbieter von Software für die Finanzindustrie. Sie bot einen Kaufpreis von fast 4 Milliarden Euro. SimCorp empfahl den Aktionären, dem Übernahmeangebot zuzustimmen. Alle Regulatoren stimmten zu. Bis zum 20. September 2023 dienten 94 % der Simcorp-Aktionäre ihre Aktien an. Im Rahmen eines Squeeze-out hat die Deutsche Börse Anfang November auch die verbleibenden Aktien an SimCorp erworben.[22] Im November 2023 wurde bekannt, dass SimCorp und Axioma fusionieren werden, und Qontigo aufgelöst wird.[23]