Commerzbank AG | |
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Staat | ![]() |
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Sitz | Frankfurt am Main |
Rechtsform | Aktiengesellschaft |
ISIN | DE000CBK1001 |
Bankleitzahl | 500 400 00[1] |
BIC | COBA DEFF XXX[1] |
Gründung | 26. Februar 1870[2] |
Website | commerzbank.de |
Geschäftsdaten 2023 | |
Bilanzsumme | 517,2 Mrd. Euro |
Einlagen | 379,3 Mrd. Euro |
Mitarbeiter | 38.565 |
Leitung | |
Vorstand |
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Aufsichtsrat |
Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist ein als Universalbank tätiges deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde im Jahr 1870 als Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg gegründet. 2018 war sie nach der Bilanzsumme die viertgrößte Bank und zweitgrößte Privatbank Deutschlands. Sie ist Mitglied der Cash Group. Mit einer Beteiligung von rund 28 Prozent[7] ist die Unicredit ihr größter Einzelaktionär.
Die Commerzbank seit 2020
Im Juli 2020 kündigten der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke und der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt an. Zuvor hatte es Meinungsverschiedenheiten zwischen der Unternehmensleitung und Großaktionären um einen geplanten Konzernumbau gegeben.[143] Im November 2020 erfolgte eine Verschmelzung mit der Comdirect Bank AG.
Im Januar 2021 kündigte der neue Vorstandsvorsitzende Manfred Knof an, insgesamt 10.000 Arbeitsplätze abzubauen und fast jede zweite der verbliebenen 790 Filialen in Deutschland zu schließen.[144] Um die Eigenständigkeit der Commerzbank zu wahren und Risiken aus der Inflation und der Zinsentwicklung abzufedern, wurden die Kosten massiv gesenkt.[145] Bis Anfang 2023 sollen rund 10.000 Vollzeitstellen abgebaut und etwa die Hälfte aller Filialen in Deutschland geschlossen werden.[146]
Im Geschäftsjahr 2022 veröffentlichte die Bank das beste Ergebnis seit mehr als 10 Jahren und wurde 2023 wieder in den DAX aufgenommen.[147][148] Seit 2018 erfolgte erstmals wieder eine Gewinnausschüttung.[149] In deutschen Wirtschaftsmedien war von einer „Trendwende“ der Commerzbank nach der Finanzkrise die Rede.[150]
Im Mai 2024 wurde bekannt, dass russische Behörden Vermögenswerte der Commerzbank im Wert von 93,7 Millionen Euro beschlagnahmt haben.[151]
Am 10. September 2024 beauftragte die Bundesregierung zwei US-Großbanken damit, per Auktion einen Teil ihrer beim Finanzmarktstabilisierungsfonds gehaltenen Commerzbank-Aktien zu verkaufen und ihren Anteil am Unternehmen von 16,5 % auf 12 % zu senken. Die Unicredit kaufte den Anteil von 4,5 % der Bundesregierung und noch weitere Aktien und besitzt nun insgesamt 9 % der Commerzbank.[152] Kritisiert wurde im Nachgang, dass Vertreter der Bundesregierung im Vorfeld Kontakt mit der Unicredit aufgenommen hatten und die Bank „überraschend schnell“ eine relativ große Beteiligung erwarben, mit dem Ziel der Übernahme der Commerzbank.[153]
Konzernstruktur
Die Commerzbank ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Ihr Gegenstand ist der „Betrieb von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen aller Art und von sonstigen Dienstleistungen und Geschäften, die damit zusammenhängen“. Dazu gehören auch Beteiligungen an anderen Unternehmen. Die Gesellschaft darf den Unternehmensgegenstand selbst oder in Zusammenarbeit mit Dritten verwirklichen. Sie ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Geschäftszweck zu fördern. Die Bekanntmachungen der Commerzbank erfolgen im Bundesanzeiger, sofern nicht in- oder ausländische Gesetze etwas anderes bestimmen.[154]
Die Commerzbank wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als CRR-Kreditinstitut geführt.[155] Seit Einführung der Europäischen Bankenaufsicht wird sie von der Europäischen Zentralbank (EZB) überwacht.[156][157] Die Commerzbank gehört nicht zu den global systemrelevanten Banken.[158][159]